Einsatz 11/0--: 350 Strohballen verbrannt
Montag, den 25. April 2011 um 00:45 Uhr
Bei einem Brand auf einem Gehöft am Hardtscher Weg in Keppeln fielen in der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag 350 Strohballen und ein Palettenstapel den Flammen zum Opfer.
Bereits beim Eintreffen der alarmierten Kameraden und Kameradinnen brannten die Strohballen in voller Ausdehnung und drohten auf eine direkt angrenzende Reithalle überzugreifen.
Durch den schnellen und massiven Löscheinsatz konnte dieses durch die 35 Kameraden und Kameradinnen unter der Einsatzleitung des Gemeindebrandinspektors Gerhard Ingenerf verhindert werden.
Mittels der Vornahme von vier C- und einem B-Strahlrohr konnten die Wehrmänner mittels einer Riegelstellung die angrenzende Reithalle vor den Flammen, Funken und der Wärmestrahlung schützen. Zum Eigenschutz mussten in einigen Teilen des Einsatzgebietes auf Grund der starken Rauchentwicklung umluftunabhängiger Atemschutz angelegt werden.
Unterstützt wurden die Kameraden und Kameradinnen von der Bundeswehrfeuerwehr Paulsberg, welche mit einem Tanklöschfahrzeug vor Ort war.
Schwierigkeiten bot die Löschwasserversorgung. Neben weit entfernten Hydranten konnte auch die benötigte Wassermenge nur schwierig aus den vorhandenen Leitungen gewonnen werden. Zirka 500 Meter B-Schlauchleitung und mehrere Pumpen wurden von den Kameraden und Kameradinnen in Stellung gebracht. Weiterhin wurde Rücksprache mit den Stadtwerken der Gebiete Kleve und Kalkar für eventuelle Lösungsvorschläge gehalten.
Die angrenzenden Strohlager und Pferdeställe wurden aufgrund des starken Funkenfluges überwacht und auf Brandeinwirkungen kontrolliert. Teilweise wurde hierzu das Stroh in den nahegelegenen Stallungen mit Wasser benetzt.
Nachdem die Strohmenge sieben Stunden lang durch ein kontrolliertes Abbrennen reduziert wurde, konnte es im Laufe des Montagvormittags mit einem Radlader und Teleskoplader eines Lohnunternehmers auseinander gefahren und anschließend abgelöscht werden.
Insgesamt waren 71 Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr Uedem und der Bundeswehrfeuerwehr mit 5 Löschfahrzeugen, ELW und MTW mit Anhänger über 12 Stunden im Einsatz. Während des Einsatzes wurde der MTW des Löschzuges Uedem als Einsatzleitung besetzt um den Einsatz vor Ort koordinieren und abarbeiten zu können.
Ob die Brandursache mit dem benachbarten Osterfeuer in Verbindung steht, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Die Polizei hat die Brandursachenermittlung übernommen.
Daten & Fakten:
| Einsatznummer: | 0-- |
| Einsatzkategorie | Großbrand |
| Einsatzstichwort: | Strohballenbrand |
| Alarmierung: | 25.04.2011 ; 00:45 Uhr |
| Alarmierung über: | FME |
| Einsatzstelle: | Hardtscher Weg (Keppeln) |
| eingesetzte Fahrzeuge: |
Löschzug Uedem:
HLF 20/16
TLF 16/25 MTF Jugendfeuerwehrbus mit Anhänger Löschgruppe Uedemerbruch: Löschgruppe Keppeln:
LF 8/6
|
| zusätzlich alarmiert: | Bundeswehrfeuerwehr Paulsberg SW 2000 der FF Goch Polizei Stadtwerke Kleve Stadtwerke Kalkar |
| eingesetzte Kameraden/innen: | 65 Kameraden/innen |
| benötigte Materialien: | Material zur Brandbekämpfung (4 C- / 1 B- / 1 Schwerschaumrohr), 10 Atemschutzgeräte, Material zur Verkehrsabsicherung |
Bilder:
Presse:
Strohballen brannten (Quelle: Presseportal Polizei-NRW)
26.04.2011, 12:16 | Uedem
Feuerwehr löschte den Brand ab
Auf dem Hardtschen Weg in Uedem gerieten am frühen Montagmorgen, 25.4., gegen 01.15 Uhr mehrere gelagerte, große Strohballen in Brand. Die Rundballen wurden durch die Feuerwehren Keppeln und Uedem mit Unterstützung der Feuerwehr der Bundeswehr gelöscht. Die Ursache steht nicht fest. Möglicherweise könnte ein bereits am Vorabend in der Nähe abgelöschtes Osterfeuer den Brand ausgelöst haben.