EINSATZINFO vom 10.06.2019 ab 17:45 Uhr

Einsatzstichwort: B3 Scheunenbrand

Aus bislang ungeklärter Ursache geriet die Scheune eines landwirtschaftlichen Betriebes in Kirsel um kurz vor 18:00 Uhr in Brand. Schon auf der Anfahrt der Einsatzkräfte konnte eine starke Rauchentwicklung und eine in Vollbrand stehende Scheune festgestellt werden. Zu diesem Zeitpunkt drohte das Feuer bereits auf eine angrenzende Kartoffelhalle und ein benachbartes Wohnhaus überzugreifen.

Die in der Scheune befindlichen Gerätschaften und das Strohlager waren da bereits den Flammen zum Opfer gefallen. Das Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Gebäude, einem Diesel- und einem Heizöltank konnte durch den massiven Einsatz von bis zu 7 C-Rohren und einem Wenderohr über eine Drehleiter verhindert werden.

Nach ca. einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Jedoch gestalteten sich die weiteren Löscharbeiten schwierig, da eine aufwendige Wasserversorgung über einen Beregnungsbrunnen sichergestellt werden musste.

Im weiteren Verlauf mussten zur Brandbekämpfung das brennende Stroh und die Gerätschaften aus der Scheune entfernt werden. Dazu wurden zwei Radlader und ein Bagger zur Hilfe genommen.

Durch den Brand wurde außerdem die Stromversorgung eines benachbarten Schweinstalls mit ca. 800 Mastschweinen in Mitleidenschaft gezogen. Die ausgefallene Lüftung wurde von uns über zwei Hochleistungslüfter kompensiert und eine ausreichende Ventilation des Stalles sichergestellt.

Die Löscharbeiten, das Ausräumen der Scheune und die Suche nach Glutnestern dauerte bis in die frühen Morgenstunden. 

Am Einsatz waren ca. 50 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Uedem beteiligt. Unterstützung bekamen wir von ca. 20 Kameraden der Bundeswehrfeuerwehr Paulsberg und der Freiwillige Feuerwehr Goch. Durch den massiven Einsatz von Atemschutzgeräten wurde der Abrollbehälter Atemschutz des Kreis Kleve zur Einsatzstelle alarmiert. Der Rettungsdienst des Kreises Kleve stelle für die eingesetzten Kameraden den Eigenschutz sicher.

Wir möchten uns hier recht herzlich bei der Unterstützung der Kameraden der Bundeswehrfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Goch und des Kreises Kleve bedanken. Für die Verpflegung geht ein großer Dank an die hilfsbereite Nachbarschaft sowie an den Heimat- und Verkehrsverein Uedem, die uns die übergeblieben Würstchen vom Mühlenfest zur Verfügung gestellt haben.

„Leider müssen wir an dieser Stelle auch einen „Gruß“ oder besser eine Ermahnung an alle Gaffer und Schaulustigen los werden. Auch wenn es für sie nicht danach aussieht, aber sie stehen tatsächlich im Weg! Sie behindern und gefährden sich und die eingesetzten Kräfte“, so der Leiter der Feuerwehr Uedem Alexander Janßen.

 So musste bei diesem Einsatz unter anderem eine Person durch die Polizei der Einsatzstelle verwiesen werden, da diese den Gefahrenbereich nicht selbstständig verlassen wollte und sich immer wieder in Gefahr begab.


 
 

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