Ausbildung und Karriere bei der Feuerwehr

Die Ausbildung bei der Feuerwehr ist in mehrere Lehrgänge mit verschiedenen Themen gegliedert. Nur die Grundausbildung ist Pflicht, alle anderen Lehrgänge können je nach persönlichen Interessen belegt werden. Einige Lehrgänge bauen jedoch aufeinander auf.

 
 

 
 
Foto: Feuerwehrfrau mit Strahlrohr vor dem Feuerwehrfahrzeug
Grundausbildung bei der Feuerwehr

Grundausbildung

Hier ist jeder Feuerwehrmann einmal angefangen. Wie wird ein Schlauch ausgerollt, wie führt man ein Strahlrohr oder wie sichert man eine Einsatzstelle ab? Warum gibt es große und kleine Strahlrohre und wer macht im Einsatz eigentlich was?
Alle Antworten werden in der Ausbildung erarbeitet und in vielen praktischen Übungen angewendet. Am Ende der Ausbildung darf man sich dann "Feuerwehrmann" nennen - oder "Feuerwehrfrau".

 
 

 
 
Foto: Feuerwehrmann mit Funkgerät der gerade eine Meldung abgibt
Ausbildung zum Sprechfunker

Sprechfunker

"Wasser marsch" heißt es seit je her bei der Feuerwehr. Da nicht immer eine Verständigung durch zurufen möglich ist, bedienen wir uns Funkgeräten. Damit es bei Einsätzen mit der Leitstelle und anderen Einheiten nicht zu Missverständnissen kommt, verwendet man  gewisse Redewendungen und Funkrufnamen. Außerdem wird das Lesen von Karten besprochen. Das beste an diesem Lehrgang sind die Funkübungen, bei denen die Teilnehmer nach Koordinaten verschiedene Ziele anfahren. Hier ein Tipp: Manche Wege führen "zwangsläufig" an einer Eisdiele vorbei, den einen oder anderen Euro in der Tasche zu haben lohnt sich also.

 
 

 
 
Foto: Feuerwehrmann mit Atemschutzgerät und Strahlrohr
Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger

Atemschutzgeräteträger

Um sich vor Gefahren durch Brandrauch und giftige Chemiekalien zu schützen, verwenden die Feuerwehren Atemschutzgeräte. Das Tragen solcher Geräte erfordert Kenntnisse über die Funktionsweise und die Einsatzgrenzen. Der Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger beinhaltet neben den theoretischen Kenntnissen auch zahlreiche praktische Übungen unter Atemschutz.
Voraussetzung für die Teilnahme ist eine abgeschlossene Grundausbildung sowie eine medizinische Untersuchung durch einen Arzt.

 

 
 

 
 

Truppführer

Feuerwehrleute gehen immer mindestens zu Zweit vor, truppweise heißt das bei uns. Wir bilden daher Truppführer aus, die im Einsatz eine Aufgabe bekommen und in der Lage sind diese selbstständig abzuarbeiten.

 
 

 
 
Foto: Feuerwehrmann bedient eine Pumpe bei einer Feuerlöschübung
Ausbildung zum Maschinisten für Löschfahrzeuge

Maschinist für Löschfahrzeuge

Die Pumpen, die wir auf unseren Löschfahrzeugen mitführen um das Wasser zum Löschen zu fördern, werden vom Maschinisten bedient. Dieser Lehrgang vermittelt Kenntnise über die verschiedenen Pumpen, deren Einsatzzwecke und Grundlegende Kenntnisse über Verbrennungsmotoren. Kleiner Tipp: an manchen Übungen sollte man Wechselkleidung dabei haben, es kann schon mal nass werder.

 

 
 

 
 
Foto: Feuerwehrleute die gesichert mit Halteguerten und Seilen an einem Kran hängen.
Lehrgang Sichern in absturzgefährdeten Bereichen

Sichern in absturzgefährdeten Bereichen

Hier ist Schwindelfreiheit gefragt. Wenn Gefahr betseht, dass ein Feuerwehrkamerad an einer Einsatzstelle abstürzen kann, dann verwenden wir unsere Sonderausstattung Absturzsicherung.  Im Lehrgang erlernt man das Anlagen des Haltegurtes, einige einfache Knoten sowie das richtige hoch- und runterklettern mit Sicherung. Aber das Wichtitigste ist Vertrauen, Vertrauen in den Kameraden, der unten das Sicherungsseil festhält....

 

 
 

 
 
Foto: Feuerwehrmann hält eine Motorkettensäge
Ausbildung zum Sägeführer

Sägeführer

Immer wieder kommt es bei Unwetterlagen zu Einsätzen mit umgestürzten Bäumen. Aufgabe der Feuerwehr ist es dann diese Bäume zu beseitigen sofern sie auf öffentliche Verkehrsflächen gefallen sind oder eine Gefährdung darstellen. Das Mittel der Wahl für diese Aufgabe ist die Motorkettensäge. Mit bestehen des Lehrgangs ist man befähigt eine Motorkettensäge zu benutzen, sie wieder einsatzbereit zu machen und eventuelle Fehler zu beheben. Und wenn dann im Einsatz mal ein noch stehender Baum gefällt werden muss heißt es ganz laut: "Achtung Baum fällt!"

 
 

 
 
Foto: zwei Feuerwehrmänner in einem Schutzanzug
Ausbildung unter Schutzausrüstung

ABC-Einsatz

Dieser Lehrgang hat nichts mit dem Alphabet zu tun. Vielmehr geht es um atomare, biologische und chemische Gefahren wie sie zum Beispiel bei Unfällen mit Gefahrgut- LKW entstehen können. In solchen Fällen tragen wir zusätzlich zum Atemschutzgerät noch einen Ganzkörperschutzanzug.  Im Lehrgang wird erläutert welche Gefahren wovon ausgehen und wie wir uns dagegegen schützen können. In zahlreichen praktischen Übungen wird trainiert wie man die Schutzkleidung anlegt, auslaufende Flüsigkeiten auffängt und umpumpt, radioaktive Strahlung misst und prüfröhrchen für Luftmessungen auswertet.
Voraussetzung ist ein betsandener Atemschutzgeräteträgerlehrgang.

 
 

 
 
Foto: Gruppenführer steht vor einer Gruppe und erteilt den Einsatzbefehl beim Leistungsnachweis
Gruppenführer mit einer Gruppe beim Leistungsnachweis.

Gruppen- und Zugführer

In der Ausbildung zum Gruppenführer lernt man anderen zu sagen was gemacht wird. Vorher muss man allerdings die Einsatzstelle erkunden und festlegen, was zuerst gemacht werden muss. Des weiteren ist man dafür verantwortlich, dass niemamd gefährdet wird - eine ganz schön verantwortungsvolle Aufgabe also. Um diesen Lehrgang besuchen zu können muss man die meisten vorgenannten Lehrgänge besucht haben und über ausreichend Einsatzerfahrung verfügen.
An großen Einsatzstellen, an denen zwei oder mehr Gruppen zum Einsatz kommen, muss es einen geben, der die Arbeit der Gruppen untereinander koordiniert: den Zugführer. Er lernt in der Ausbildung die Aufgaben mehrerer Einheiten abzustimmen.

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